✎ Jutta Krähling - Blau wie die Liebe


Titel: Blau wie die Liebe
Autor: Jutta Krähling
Verlag: dtv junior
Ersterscheinung: 2003
Genre: Jugend
gelesen als: Taschenbuch
Rezension vom: 14.02.16
Klappentext:

Melanie kann es nicht fassen: Pascal der süße Typ aus der 10. Klasse, hat sie ins Kino eingeladen-plötzlich sind sie so was wie ein Paar! Melanie ist schon lange heimlich in ihn verknallt und geht wie auf Wolken. Da ist die Sache mit der Schule und dem drohenden blauen Brief gleich viel weniger schlimm. Mit Pascal Schulfrust und nervige Eltern. Mitten in dieser Hochstimmung trifft Melanie ein herber Schlag: Sie erfährt, dass Pascal an einer absolut fiesen Wette teilgenommen hat. Sollte sie sich so in ihm getäuscht haben...?



meine Meinung:

Ich bin ganz sicher nicht die Zielgruppe für diese Lektüre, aber ich dachte mir, wenn ich sie schon auf meinem SuB habe und jetzt auch noch Valentinstag ist, dann kann ich diese 157 Seiten auch lesen.
Bei meinen Recherchen bin ich darauf gestoßen, dass es scheinbar auch als Schullektüre eingesetzt wird und dies versuchte ich, beim Lesen zu beachten.
Die Geschichte wird aus Melanies Sicht erzählt, sodass sich Jugendliche im entsprechenden Alter sicher schnell einfinden werden. Ich finde, dadurch hat die Story auch so eine persönliche Note bekommen, die man mit einem allwissenden Erzähler eher schwer erreicht.
Jutta Krähling hat einen sehr angenehmen Schreibstil, der es einem leicht machte, sich zurechtzufinden und auch die Gefühle, die hier und dort aufblitzten, mitzuerleben. Ich hätte mir natürlich gewünscht, dass das ein oder andere noch geklärt wird und dass die Geschichte noch ein bisschen vertieft wird, aber unter dem Aspekt, dass es auch von Schülern gelesen werden muss, ist die Handlung so, wie sie ist, in Ordnung. Ich kann mich noch gut an die Bücher aus meiner Schulzeit erinnern (zum Beispiel 'Ben liebt Anna') und war froh, wenn sie nicht so viele Seiten beinhalteten und leicht zu verstehen waren - man musste genug über (sinnlose) Sachen diskutieren.
Ich würde dieses Buch eher jungen Jugendlichen empfehlen, denn im Buch kommen wahrscheinlich genau ihre Themen drin vor: die erste (ernste) Liebe, Mobbing an der Schule, Freundschaften,..
Und da auch auf andere Familien eingegangen wird (nicht nur Melanies), zeigt es auch ziemlich gut, dass es hinter der Fassade meist ganz anders aussieht.
Ohne erhobenen Zeigefinger zeigt die Autorin auf, wie es sicher in vielen Schulen aussieht - und das ist echt traurig.

©2016 Mademoiselle Cake

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4 commenti:

  1. In Schulen geht es wirklich oft schlimm zu. Ich hatte erst vor einiger Zeit ein Erlebnis, dass meinen Glauben an die Pädagogik der Lehrer stark geschmälert hat.

    LG, Gisela

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    1. Hört sich ja nicht so toll an.. =/
      Aber ich glaube, Lehrer sind auch oft überfordert..

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  2. Das Buch klingt von dem Inhalt gar nicht so schlecht. Aber mittlerweile mag ich es nicht mehr so gerne Bücher zu lesen, wenn klar wird, dass die erste große Liebe eine Rolle spielt.
    Mobbing wird in der Schule auch öfters fokussiert, deshalb kann ich mir gut vorstellen, dass es ein Schullektüre ist :)

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    1. Ja, ich finde, manche Sachen hat man in den Büchern einfach irgendwann über.. Aber ich habe noch gar nicht sooo viele Bücher gelesen, in denen 'die erste große Liebe' drin vorkommt - selbst früher nicht, als ich noch jung war. ;)

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