✎ Christa Windmüller - Anne und die Macht der anderen


Titel: Anne und die Macht der anderen
Autor: Christa Windmüller
Verlag: Starks-Sture
Ersterscheinung: 2011
Genre: Roman
gelesen als: Taschenbuch
Rezension vom: 18.04.16








Klappentext:

Annes Leben gleicht einem Psychothriller - ihre Welt ist parallel und kompliziert.

Sie beherbergt verschiedene Persönlichkeitsanteile in sich, hört deren Stimmen und teilt ihren Körper mit ihnen. Und es gibt eine Macht, von der Anne, ohne es zu wissen, abhängig ist. Auf brutalste Weise wird sie gefügig gemacht und ihr Denken und Handeln kontrolliert. Irritiert von ihrem inneren Erleben, geplagt von Angst und Depression wagt sie zu hinterfragen und aktiv zu werden. Doch die Macht ist stärker als Anne und überwacht jeden ihrer Schritte. 

Dieser Roman basiert auf wahren Komponenten – er ist das Ergebnis intensiver Recherchen und zahlreicher Gespräche der Autorin mit Betroffenen. Durch Annes Augen macht Christa Windmüller die zerrissene innere Welt einer multiplen Persönlichkeit nachvollziehbar und verständlich. 

Anne ist Realität …



meine Meinung:

Ich bin sehr enttäuscht von der vorliegenden Lektüre..
Ich hatte eine Geschichte erwartet, die mir das "Leben einer multiplen Persönlichkeit" näherbringt - so, wie es auf dem Cover angekündigt wurde.
Was ich bekam? Einen ziemlich sehr langweiligen und daher sich ziehenden Roman, welcher eher einem Sachbuch glich.
Das Beste fand ich wirklich das Geleitwort am Anfang von PD Dr. med. Martin Sack. Er bringt verständlich und interessant rüber, wie es zu so einer Krankheit kommen kann.
Christa Windmüller schafft es mit keiner Silbe, mich zu berühren. Ich war immer außen vor und egal welche Scheußlichkeit die Autorin geschildert hat, Anne blieb mir bis zum Schluss fremd / unnahbar. Klar hatte ich teilweise echt Mitleid mit ihr - alles andere wäre nicht nachvollziehbar -, aber die Personen(en) an sich, die Anne verkörpert, hinterließen einfach keinen Eindruck.
Zudem ist das Buch auch irgendwie komisch geschrieben. Es ist in viele Kapitelchen unterteilt, die manchmal gar nicht richtig verbunden werden. Es kam mir so vor, als ob ehemalige Stichpunkte einfach in Sätze ausformuliert und aneinandergereiht wurden.
Die Schreibweise sprach mich hier auch überhaupt nicht an. Anfangs dachte ich, dass man durch den allwissenden Erzähler eine gewisse Distanz aufbauen will, aber genau diese Distanz war einfach zu viel. Tiefe hat mir komplett gefehlt. Vielleicht hätte man wirklich Anne erzählen lassen sollen.
Ich kann dieses Buch leider gar nicht weiterempfehlen. Vielleicht als fachliche Ergänzung, wer sich mit dem Thema wissenschaftlich auseinandersetzt. Wer aber eine wirklich sehr gute Lektüre zu diesem Thema lesen mag, der sollte sich "Aufschrei" von Truddi Chase besorgen - dieses Werk läuft mir heute noch nach..

©2016 Mademoiselle Cake

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