✎ Dave Pelzer - Dave 1 Sie nannten mich ›Es‹


Titel: Sie nannten mich ›Es‹
Reihe: Dave
Band: 1
Autor: Dave Pelzer
Verlag: Goldmann
Ersterscheinung: 2000
Genre: Biographie
gelesen als: eBook
Rezension vom: 29.04.16






Klappentext:

Das Trauma einer Kindheit: Dave wird von der eigenen Mutter gequält und mißhandelt. Von blauen Flecken übersät und halb verhungert, fällt der Junge auf, weil er Mitschülern das Pausenbrot stiehlt. Bis seine Lehrer es wagen, gegen die Mutter einzuschreiten, vergehen Jahre. Es gelingt ihm, sich aus der Hölle zu befreien. Ein erschütternder Bericht, geschildert aus der Perspektive des kleinen Jungen, der uns alle mit der Frage konfrontiert, wie lange man die Augen vor elterlicher Gewalt verschließen darf.



meine Meinung:

Leider habe ich auch hier erst hinterher herausgefunden, dass dies der erste Teil einer Trilogie ist, sonst wären meine Erwartungen wohl etwas niedriger gewesen..
Die Grausamkeiten, die dem Kind Dave angetan werden, waren wirklich sehr, sehr furchtbar. Ich habe so oft mitgelitten..
Aber auf all meine Fragen, die ich schon vor dem Lesen hatte, bekomm ich einfach keine (zufriedenstellenden) Antworten. Wenn man es genau nimmt, bekomm ich sogar keine Antwort.
Wir erfahren schon aus dem Klappentext, dass er der Hölle entkommen ist. Und wir erfahren auch wie. Aber warum hat es zum Beispiel sooo lange gedauert? Ich mein, er war ja nicht das einzige Kind der Familie, aber der einzige, der misshandelt wurde. Fiel das denn nicht auf? Bzw warum hat da nicht mal jemand eingegriffen? Ich hab so eine Wut in mir! Nicht nur gegen die Eltern, sondern auch gegen alle, die jahrelang zugesehen haben!
Es gibt Szenen in dem Buch, die haben mir den Atem stocken lassen. Sowas kann doch nicht unbemerkt bleiben!?!
Dieses Buch erzählt wirklich nur die Leidensgeschichte des Autors. Das ist zum einen ganz ok, denn er will einfach auf das Thema 'Kindesmisshandlung' (noch mehr) aufmerksam machen. Will sagen: 'Schaut hin!' Ich hätte aber zum Beispiel auch gerne erfahren, wie es weiterging. Dazu muss ich mir wohl die anderen beiden Bücher zulegen..

Leider habe ich ja schon sehr viele Biographien / Erfahrungen gelesen, die dieses Bild immer wieder bestätigen: Wir schauen nur auf uns selbst und die schönen Dinge im Leben. Das Schlechte wird einfach ausgeblendet. Für mich eine der traurigsten Tatsachen, die es gibt. Alleine schafft man nicht viel, aber man könnte einen Stein ins Rollen bringen - und das ist manchmal mehr als genug..

©2016 Mademoiselle Cake

..und das sagen andere:
Die Bücherdiebin
~
Bücherfetischistin
~
Buchwurm

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4 commenti:

  1. Hallo Kate,

    habe das Buch vor vielen Jahren als meinen ersten Erfahrungsbericht in der Richtung gelsen. Damals fand ich es sehr erschreckend und eindrucksvoll. Dass das ganze eine Trilogie ist, ist mir aber auch neu. Muss gleich mal recherchieren.

    Liebe Grüße
    Ciri

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    1. Den Bericht an sich finde ich auch sehr erschreckend bzw er macht mich wütend.. Aber ich finde es halt 'blöd', dass es an einer Stelle abbricht, die für mich einfach noch dazugehört - ohne, dass ich mir noch ein zweites und drittes Buch kaufen muss. Da spricht für mich eher die Profitgier raus..

      PS: Ich heiße Jane. ;)

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    2. Huhu Jane,

      das weiß ich doch. :D Frag mich nicht, wie ich bei Kate gelandet bin. Vielleicht wegen Cake? Tut mir sehr leid, der Namensdreher!

      Ja, da hast du recht. Das Ende war wirklich sehr aprubt. Vielleicht lässt sich der weitere Verlauf auch per Internet rausfinden.

      Alles Liebe
      Ciri

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    3. Kein Problem! :D

      Ich denke schon, dass man den weiteren Verlauf per Internet herausfinden kann - mittlerweile -, aber ich finde einfach, sowas gehört in ein Buch. So ist es nur die Schilderung der wirklich grausamen Dinge, die ihm angetan wurden und für mich sollte ein Buch dieses Kalibers auch etwas "heilendes" enthalten - für den Leser. Denn wenn ich sowas lese, mach ich mir automatisch Gedanken, wie es ihm weiter erging. Auch wenn nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen ist, möchte ich doch zumindest irgendwie wissen: Was geschah danach?
      Mit diesem Ende fühlte ich mich abgeschnitten.

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Ich freu mich, wenn du mir etwas sagen magst.