­čôÜ Gisela stellt vor: Heldentage




Letzte Woche haben euch Kathi & Zwerghuhn von Lesendes Federvieh gezeigt, dass es besser ist, seinen Kindern immer die Wahrheit zu sagen. In Woche 14 unseres Projekts 'vergessene Sch├Ątze' stellt euch Gisela erneut einen ihrer Sch├Ątze vor:
Klappentext:

Lea ist f├╝nfzehn und hat viele Tr├Ąume: Sie will schreiben. Sie will rennen, ohne je au├čer Puste zu sein. Sie will so wundersch├Ân sein wie ihre beste Freundin Pola. In ihren Tr├Ąumen ist Lea eine Heldin. Im richtigen Leben klappt es manchmal nicht: Gerade hat sich Lenny, Leas erster Freund, von ihr getrennt. Sie vermisst ihn schrecklich. Leas Mutter versinkt in ihren eigenen Problemen und kann Lea nicht helfen. Aber es gibt ja noch Pola und die Clique – und einen tollen neuen Jungen an der Schule, der sich unbegreiflicherweise f├╝r Lea interessiert ... Im Laufe eines langen Sommers findet Lea heraus, dass sie eigentlich doch auch eine Heldin ist, jeden Tag ein bisschen.



Giselas Meinung:

Zum Inhalt

Heldentage ist wieder so ein Buch, das ich auf einen Tag gelesen habe. 
Lea ist f├╝nfzehn und hat ein schweres Leben. Sie leidet unter Asthma und ihre Mutter ist alkoholkrank , seitdem ihr Vater beide verlassen hat.
Lea h├Ąlt ihre Probleme geheim. Niemand soll wissen, in welch erb├Ąrmlichen Verh├Ąltnissen sie leben muss. Nicht mal ihrer besten Freundin Pola vertraut sie sich an. 
Jeden Tag muss sie f├╝r ihre Mutter die "Flaschenpost" erledigen. Geld f├╝r Nahrungsmittel bleibt da kaum noch ├╝brig. Lea muss den Haushalt erledigen und sich um ihre Mutter k├╝mmern. Hunger ist f├╝r sie kein Fremdwort!
Lea hat viele ├ängste. Eine davon ist das K├╝ssen. Obwohl sie in ihren Freund Lenny verliebt ist, sch├Ąmt sie sich davor ihn zu k├╝ssen. Daf├╝r gibt es viele Gr├╝nde .....
Als sie mit Lenny wieder einmal verabredet ist, findet sie nur das lederne Freundschaftsband von ihm vor. Keine Spur von ihrem Freund. Lea kennt sich nicht mehr aus. Hat Lenny Schluss gemacht mit ihr? Wenn ja, warum???? 


Meine Meinung

Als ich ein paar Seiten gelesen habe, sind meine Gedanken zu meiner Kindheit gewandert. Wenn ich von der Schule gekommen bin, war das Erste, dass ich von meiner Mutter geh├Ârt habe: "Wasch dir die H├Ąnde und setz dich an den Tisch. Das Essen ist fertig!" So ging das bis zu meinem Auszug vom Elternhaus. Wie peinlich war mir das, wenn Freunde von mir dieses Bemuttern mitbekommen haben. Ist doch schlie├člich total uncool. W├Ąre nur damals schon das Buch in meinem Besitz gewesen .......

Lea hat mir sehr leid getan. Wegen ihrer Mutter konnte sie ihre Freizeit nicht genie├čen. St├Ąndig war sie gehetzt, hungrig und total ausgepowert. Ihre vielen ├ängste haben sie regelrecht zerm├╝rbt.
Lennny, Lenny, Lenny! Leas Gedanken werden von ihrem Ex, (oder Nochfreund?,) beherrscht. Mit ihrer Mutter kann sie ├╝ber ihre Probleme ja nicht reden. Die spricht nur von sich, ohne Punkt und Komma. Einzige, t├Ągliche Kommunikation mit ihrer Mutter ├╝ber das Handy: >>Bring bitte Bier und Zigaretten mit vier F und zwei P<<

Oft hab ich mir Sorgen um Leas Atemprobleme gemacht. Besonders einmal ........
Ich konnte nicht verstehen, warum niemand das Elend von Lea bemerkt hat. Weder ihr Arzt noch ihre Lehrer schienen Augen im Kopf zu haben. Auch den Kioskbesitzer, bei dem Lea immer Alkohol anschreiben lassen hat, w├╝rde ich mehr gerne mal vorkn├Âpfen.
Als Lea einmal gr├╝ndlich die Schnauze voll hat, steigt sie auf ihren Lieblingsbaum im Park. Sie sitzt dort stundenlang. Dann kommt es zum Eklat ........


Fazit

Diese Geschichte ist unheimlich traurig. Ich habe mich oft gefragt, wie Lea es so lange aushalten konnte. Ihre Gedanken fuhren st├Ąndig Achterbahn.
Die Autorin hat einen wundersch├Ânen Schreibstil. Sie hat mit Worten gespielt und unheimlich sch├Âne S├Ątze gezaubert. >>Es ist ganz still und gr├╝n und es riecht gut. Das Paradies?<< Besonders gut gefallen hat mir, dass ich mir alles bildlich vorstellen konnte. Leas Mutter sprach immer ohne Punkt und Komma. Die Autorin hat die Dialoge von ihr ohne Punkt und Komma geschrieben! 
Das Ende l├Ąsst hoffen, dass Leas Mutter ihre Probleme in den Griff bekommt und Lea eine Leben f├╝hren kann, dass ihrem Alter entspricht. Genau wei├č ich es jedoch nicht. Aber eines wei├č ich ganz gewiss. Lea h├Ątte alles daf├╝r gegeben einmal diesen Satz von ihrer Mutter zu h├Âren: " Lea, wasch dir die H├Ąnde und setz dich an den Tisch. Essen ist fertig"!"

Ich gratuliere Sabine Raml zur ihrem wundervollen Deb├╝t. Liebe Sabine, bitte mehr davon.

©2015



Meinungen von anderen Lesern:

Sabine von Buchmomente


Na, was meint ihr?
Habt ihr das Buch schon gelesen? (hinterlasst doch einen Link zu eurer Rezension und ich verlinke auch euch)
- Empfindet ihr genauso?
- Habt ihr eher eine andere Meinung davon?
- Wandert das Buch direkt auf eure Wunschliste?
- Liegt es gar schon auf dem SuB?

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4 commenti:

  1. Ich habe Sabine Ramls "Heldentage" auch gelesen, nur konnte es mich leider nicht so begeistern. Ich habe mich f├╝r das Buch einfach zu alt gef├╝hlt, gerade auch f├╝r den Schreibstil, der sehr umgangssprachlich gehalten war. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass es f├╝r die Zielgruppe bestens geeignet ist, weil es schwierige Themen zeitgerecht r├╝berbringt. Am besten einfach mal in eine Leseprobe reinlesen, wenn einen der Klappentext neugierig gemacht hat. :-)
    LG Sabine

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    1. Oh, ich glaube, das ist das erste Mal, dass es zu einem 'Schatz' auch eine negativere Meinung gibt..
      Aber du sagst ja auch, dass du pers├Ânlich dich einfach zu alt gef├╝hlt hast und es f├╝r die Zielgruppe durchaus gut sein kann / wird.

      Also ich werde da definitiv mal reinlesen. Auch weil es ein Buch ist, in dem das seltene Thema 'Asthma' thematisiert wird. (ich wei├č nat├╝rlich nicht, wie viel oder wenig)

      Darf ich deine Rezension oben verlinken? *liebfrag*

      L├Âschen