✎ Janet Fitch - Weißer Oleander


Titel: Weißer Oleander
Autor: Janet Fitch
Verlag: Bastei Lübbe
Ersterscheinung: 2000
Genre: Roman
gelesen als: Taschenbuch
Rezension vom: 27.08.16









Klappentext:

Der weiße Oleander blüht in Kalifornien im Hochsommer. Dann, wenn die Hitze unerträglich erscheint. Für die zwölfjährige Astrid beginnt zu dieser Zeit eine ruhelose und dramatische Odyssee von Pflegefamilie zu Pflegefamilie. Ihre Mutter, eine exzentrische Schriftstellerin, die zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt ist, vermag weiterhin einen dominanten Einfluss auf sie auszuüben. Erst allmählich gelingt es dem sensiblen und klugen Mädchen, einen eigenen Platz im Leben zu finden. Es zeigt sich, dass Astrid so stark wie der weiße Oleander ist, der selbst dann blüht, wenn man ihn immer wieder verpflanzt.



meine Meinung:

Ich habe dieses Buch von der Schwester meines Freundes ausgeliehen bekommen, die sowohl das Buch als auch den Film sehr mag. Bis sie mir es zeigte, habe ich noch nichts darüber gehört.

Den Einstieg ins Buch fand ich auch eher langwierig. Die Thematik an sich fand ich interessant, aber stellenweise recht zäh. Ich hatte ein wenig Mühe, an der Geschichte dran zu bleiben, habe mich aber immer wieder an dem festgehalten, dass es ein Tipp war und ich wissen wollte, warum es so gefällt..

Eigentlich mag ich beschreibende Sprache wirklich gern. Man hat oft Bilder vor Augen, kann sich in Gefühle / Gedanken / Situationen hineinversetzen, wird in eine Welt gezogen, die den Alltag oftmals vergessen lässt. Auch Janet Fitch benutzt solch eine Sprache, aber meines Erachtens nach manchmal ein bisschen zu viel. Sie verliert sich darin und hat den Inhalt einfach nicht mehr vor Augen. Obwohl sie mit ihren Sätzen oft sehr präzise ausdrückt, was manch einer nicht auszudrücken vermag, hätte ich mir hier und dort ein wenig mehr Fokus gewünscht.

Die Zeit, die mich am meisten berührte, war die, die Astrid bei Claire verbrachte. Da hat die Autorin wirklich jegliches Gefühl reingelegt und konnte für mich auf ganzer Linie punkten. Da waren auch keine Beschreibungen zu viel - da stimmte für mich einfach alles. Zu diesem Zeitpunkt bin ich nur so durch die Seiten geflogen.

Danach war es streckenweise leider wieder recht langweilig. Zwar hat mich die Entwicklung Astrids erstaunt und auch, welche Macht ihre Mutter auf sie hat - trotz der räumlichen Trennung -, aber vielleicht lag es auch einfach am Verlauf der Geschichte an sich..

Trotzdem kann ich das Buch teilweise wirklich empfehlen.
Für mich war einfach die Sprache zum Beispiel gut: Auch wenn sie mich nicht vollends überzeugen konnte, so hebt sie sich doch deutlich von dem "Einheitsbrei" ab.
Ebenso hat mich die Geschichte sehr zum Nachdenken gebracht: Hier möchte ich gerne Sabine zitieren: "Es werden sehr viele Themen in dem Buch angeschnitten - immer wieder aber geht es um die Frage der Selbstständigkeit und Abhängigkeit, um Freiheit und Gefangensein, um Hass und um Liebe." Dies sind Themen, mit denen sich die meisten schon auseinandersetzen mussten und die uns im Alltag einfach immer wieder begegnen - egal, wer wir sind..

©2016 Mademoiselle Cake



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