✎ Rolf Dobelli - Denkfehler und Irrwege 1 Die Kunst des klaren Denkens



Titel: Die Kunst des klaren Denkens
Reihe: Denkfehler und Irrwege
Band: 1
Autor: Rolf Dobelli
Verlag: Hanser
Ersterscheinung: 2011
Genre: Sachbuch
gelesen als: eBook
Rezension vom: 21.02.16





Klappentext:

Unser Gehirn ist für ein Leben als Jäger und Sammler optimiert. Heute aber leben wir in einer radikal anderen Welt. Doch wer weiß, wie leicht man sich irren kann, ist besser gewappnet. Rolf Dobelli nimmt die tückischsten Denkfallen unter die Lupe, in die wir immer wieder tappen.



meine Meinung:

Schon vor einiger Zeit ist mir dieses Buch untergekommen und ich wollte immer wissen, was genau Rolf Dobelli denn meint, wenn er von 'Denkfehlern' spricht.
Ich hatte mir das Buch ehrlich gesagt komplexer vorgestellt, mit mehr Drumherumreden, lange Texte zu jedem "Fehler", aber der Autor hat sich wirklich auf das Wesentliche beim Erklären beschränkt. Jeder "Falle" hat er nicht mehr als 3 - 4 Seiten gewidmet - und die haben vollkommen ausgereicht, mir  zu erklären, was er meint.
Manchmal verwendete er sogar eigene Beispiele, sodass man als Leser auch sieht: JEDER macht sie, diese Denkfehler. Auch ist er nicht belehrend oder herablassend, sondern er zeigt einfach auf, wie leicht wir uns verleiten lassen, bei dem wir hinterher vielleicht sogar manchmal denken: "Warum hast du das jetzt gemacht?" Ich hab mich jedenfalls in dem Buch an der ein oder anderen Stelle wiedergefunden und manches war mir auch echt nicht so bewusst.
Wenn ich Leute höre, die meinen "Ist ja nichts Neues!", dann frage ich mich immer: "Wer erfindet denn die Welt neu?" Rolf Dobelli jedenfalls nicht - und das behauptet er ja auch nicht! Er hält einem nur quasi einen Spiegel vor!
Aber: (und jetzt kommt wirklich ein großes Aber!)
Ich kann sein Buch nicht weiterempfehlen.
So gut ich die Denkanstöße an einigen Stellen finde, so unsagbar überheblich finde ich den Autor an sich. Ich schrieb, dass er nicht belehrend ist, aber ich fühlte mich schon manchmal ein bisschen herablassend angesprochen. Auch wenn er einräumt, ebenfalls einigen Denkfehlern zu unterliegen, zeigt er im gleichen Augenblick mit dem Finger auf sich und erzählt, wie toll er dieses Manko doch beseitigt hat. Selbstbewusstsein ist ja ganz schön. An Selbstüberschätzung mangelt ihm es aber gewiss auch nicht! Zudem kommt, dass manche Aussagen schlichtweg falsch sind.
Ich hatte gehofft, dass ich durch dieses Buch vielleicht ein paar neue Sichten auf einige Dinge bekomme - und die bekam ich gewiss -, aber das Werk zeigte mir auch auf, wie wenig sich manch einer doch tatsächlich mit der Thematik, die er versucht, anderen beizubringen / aufzuzeigen, beschäftigt hat und wie viele Leser in genau diesen Denkfehler tappen. Schade!

©2016 Mademoiselle Cake

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