Rezension: Paula Hardy - Vis-à -Vis Reiseführer Italien
Klappentext:
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meine Meinung:
Früher war meine große Vision, möglichst viel von der Welt zu sehen. Ich reiste an verschiedene Orte, sammelte Eindrücke aus anderen Ländern und betrachtete gerne Postkarten von Städten und Landschaften, die ich irgendwann selbst entdecken wollte.
Seit ich in Italien lebe, hat sich meine Sichtweise auf das Reisen allerdings verändert. Während ich früher möglichst viele Länder kennenlernen wollte, möchte ich heute dieses Land, das inzwischen meine Heimat geworden ist, viel intensiver entdecken. Ich möchte durch die verschiedenen Regionen reisen, neue Ecken kennenlernen und irgendwann vielleicht einen Ort finden, an den ich jedes Jahr zurückkehren kann, um zur Ruhe zu kommen.
In den zehn Jahren, die ich nun in Italien lebe, durfte ich bereits viele wunderschöne Plätze kennenlernen. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass dieses Land niemals vollständig entdeckt werden kann. Italien ist unglaublich vielfältig und bietet unzählige Städte, Dörfer, Landschaften und Sehenswürdigkeiten. Als ich den „Vis-à -Vis Reiseführer Italien“ von Paula Hardy in den Händen hielt, hoffte ich deshalb auf neue Inspirationen und vielleicht den ein oder anderen Geheimtipp.
Einen Reiseführer liest man natürlich nicht wie einen Roman von der ersten bis zur letzten Seite. Mein erster Blick ging deshalb direkt zu meinem Heimatort. Dort habe ich vieles wiedererkannt, was ich bereits kannte. Trotzdem fand ich es spannend zu sehen, welche Empfehlungen aufgenommen wurden. Ergänzt werden die einzelnen Kapitel außerdem durch Hinweise zu Unterkünften, Restaurants und Bars.
Anschließend habe ich mir die Regionen angesehen, die ich bereits bereist habe oder die noch auf meiner persönlichen Wunschliste stehen. Einige Vorschläge konnte ich mir merken und habe neue Ideen für zukünftige Ausflüge bekommen. Gerade als Inspiration für weitere Reisen durch Italien kann der Reiseführer daher hilfreich sein.
Beim Lesen ist mir allerdings auch eine Stelle aufgefallen, die meiner eigenen Erfahrung nach nicht korrekt beschrieben ist. Auf Seite 33 steht: "Kostenlose Liegestühle an Stränden: Zur Vermeidung hoher Leihgebühren achten Sie auf die Schilder spiaggia libera (freier Strand)." Diese Aussage ist missverständlich. An einem "spiaggia libera" gibt es keine kostenlosen Liegestühle. Es handelt sich um freie Strandabschnitte, an denen Besucher ihre eigenen Liegestühle und Sonnenschirme aufstellen dürfen.
Was mir außerdem fehlt, sind mehr Empfehlungen für Familien mit Kindern. Gerade bei einer Reise mit Kindern wären Hinweise auf familienfreundliche Restaurants, besondere Spielplätze oder Unternehmungen, die auch für jüngere Reisende interessant sind, eine schöne Ergänzung gewesen.
Mein Fazit zum „Vis-à -Vis Reiseführer Italien“ von Paula Hardy: Italien ist vermutlich einfach zu vielseitig, um all seine Besonderheiten in einem einzigen Band unterzubringen. Jede Region könnte problemlos einen eigenen Reiseführer füllen und trotzdem gäbe es noch viel zu entdecken.
Für mich ist dieser Reiseführer deshalb weniger ein detaillierter Reiseplaner, sondern vielmehr eine Inspirationsquelle, um neue Ziele zu finden und die nächste Reise durch Italien vorzubereiten. Besonders für Menschen, die einen ersten Überblick über das Land suchen, bietet er viele Anregungen. Als Familie mit Kind hätte ich mir jedoch an einigen Stellen noch etwas mehr praktische Tipps für den Alltag unterwegs gewünscht.
©2026 Mademoiselle Cake
buchige Daten:
Titel: Italien
Untertitel: Inspirieren / Planen / Entdecken / Erleben
Reihe: Vis-à -Vis Reiseführer
Mitwirkende: Paula Hardy
Übersetzung: Barbara Rusch & Gerhard Bruschke
Verlag: DK
Ersterscheinung: 1997
überarbeitete Neuauflage: 2026
Genre: Reiseführer
Rezension vom: 07.07.26

