Rezension: Marceau Miller - Das letzte Buch von Marceau Miller
Klappentext:
Am malerischen Genfersee wird der Bestsellerautor und Abenteurer Marceau Miller tot am Fuß einer Felswand aufgefunden. Seine Frau Sarah, ungestüm und naturverbunden, ist als Einzige überzeugt, dass es kein Unfall war: Vor zwanzig Jahren führte ein tragisches Ereignis sie schon einmal in diese Gegend, und nun hat Marceau ein letztes Manuskript hinterlassen, das ein lebenslanges Geheimnis enthüllen soll - enthält es auch den Grund seines Todes?
Von der lokalen Polizei im Stich gelassen, begibt sich Sarah auf den Gipfeln und in den dichten Wäldern, auf den Wassern des Genfersees und gar in den eigenen vier Wänden auf eine Spurensuche, die sie alles - und jeden um sie herum - in Frage stellen lässt. Eine rasante Ermittlung setzt ein, die keine Verschnaufpause erlaubt, denn das Manuskript ist verschwunden! Wem kann sie noch vertrauen? Und wer ist ihr Mann, wer ist dieser Marceau Miller eigentlich gewesen?
Das Buch von Marceau Miller ist ein fesselnder, vielschichtiger Spannungsroman darüber, wie wenig wir unsere Nächsten kennen; über die dunklen Hintergründe von Erfolg, über Verrat und die Unbeständigkeit der Wahrheit - ein Meisterwerk psychologischer Spannung vor atemberaubender Kulisse!
meine Meinung:
Ich hatte große Lust auf einen spannenden Hörbuchthriller und habe deshalb zu „Das letzte Buch von Marceau Miller“ gegriffen. Schon die Kulisse rund um den Genfer See klang nach einer geheimnisvollen Atmosphäre, die mich normalerweise sofort in ihren Bann zieht. Die Kombination aus eindrucksvoller Landschaft, dunklen Familiengeheimnissen und einem verschwundenen Manuskript versprach beste Voraussetzungen für fesselnde Unterhaltung.
Gelesen wird das Hörbuch von Johannes Quester und Marlen Ulonska. Johannes Quester hat seinen Part solide umgesetzt. Seine Stimme passte gut zur Geschichte, auch wenn sie mich nicht vollständig überzeugen konnte. Mit Marlen Ulonska bin ich dagegen überhaupt nicht warm geworden. Ihre Interpretation wirkte auf mich oft zu monoto und manche Betonungen empfand ich als unpassend. Dadurch kam für mich nur selten echte Spannung auf. Mehr als einmal war ich kurz davor, das Hörbuch abzubrechen.
Da die Handlung überwiegend aus weiblichen Perspektiven erzählt wird, hätte ich es stimmiger gefunden, wenn zwei Sprecherinnen zum Einsatz gekommen wären. Gerade bei den Wechseln zwischen Sarah und ihrer Freundin hätte das den Figuren noch mehr Eigenständigkeit verliehen.
Besonders gefesselt haben mich die Auszüge aus dem geheimnisvollen Manuskript. In diesen Passagen wurde die Geschichte endlich so packend, wie ich es mir von Anfang an erhofft hatte. Sie lieferten spannende Hinweise, warfen neue Fragen auf und sorgten für genau die Dynamik, die ich im übrigen Verlauf häufig vermisst habe.
Abseits davon zog sich die Handlung für meinen Geschmack zu sehr. Einige Szenen wiederholten bekannte Informationen, andere verloren sich in Details, ohne die Geschichte spürbar voranzubringen. Dadurch wirkte der Spannungsaufbau stellenweise eher zäh.
Für mich blieb „Das letzte Buch von Marceau Miller“ deshalb hinter seinen Möglichkeiten zurück. Die Grundidee ist stark, das Setting atmosphärisch und die Manuskript-Passagen klar das Highlight des Hörbuchs. Insgesamt konnte mich die Geschichte jedoch nicht so mitreißen, wie ich es mir erhofft hatte. Zu wenig Tempo, einige Längen und eine Sprecherin, die mich emotional nicht erreicht hat, sorgten dafür, dass das Hörbuch trotz guter Ansätze letztlich nicht vollständig überzeugen konnte.
©2026 Mademoiselle Cake
buchige Daten:
Titel: Das letzte Buch von Marceau Miller
Text: Marceau Miller
Übersetzung: Thomas Brovot
Stimmen: Marlen Ulonska & Johannes Quester
Verlag: rb media
Ersterscheinung: 2026
Genre: Spannungsroman
Rezension vom: 10.05.26
