✎ Mikaela Bley - Ellen Tamm 1 Glücksmädchen


~ Titel: Glücksmädchen
~ Reihe: Ellen Tamm
~ Band: 1
~ Autor: Mikaela Bley
~ Übersetzer: Katrin Frey
~ Verlag: ullstein
~ Ersterscheinung: 2017
~ Genre: Roman
~ gelesen als: eBook
~ Rezension vom: 10.02.17





Klappentext:

Ellen Tamm ist besessen vom Tod, seit ihre Zwillingsschwester mit acht Jahren starb. Sogar während ihrer Arbeit verfolgt sie der Verlust: Sie ist Kriminalreporterin bei einem Stockholmer Fernsehsender und sucht sich mit Absicht die schlimmsten Fälle aus. Als könne sie damit den Tod überwinden und die Trauer aus ihrem eigenen Leben verdrängen. Dann verschwindet an einem kalten, verregneten Tag die achtjährige Lycke spurlos. Ellen soll über den Fall berichten. Aber mit einem Mal funktionieren ihre Abwehrmechanismen nicht mehr. Es ist, als hätte sie ihre Zwillingsschwester erneut verloren. Panisch sucht sie nach Lycke. Kann sie das Mädchen retten und endlich Frieden finden?



meine Meinung:

Auf dem Cover steht 'Psychothriller', auf der Verlagsseite wird es als 'Kriminalroman' eingestuft und ich sage, es ist weder das eine noch das andere..

Ich hatte mich auf einen echt tollen Psychothriller gefreut, denn das ist mein absolutes Lieblingsgenre und davon les ich (in letzter Zeit) viel zu wenig wirklich sehr gute Geschichten. Leider wurde ich (auch) hier arg enttäuscht. Ich denke, irgendwann wird es unter dem Genre 'Roman' in den Läden stehen - '(Familien)Drama' wäre auch noch passend.

Das Cover - vor allem die Aufmachung dessen - und der Klappentext versprachen spannende und rasante, vielleicht auch nervenaufreibende Geschehnisse. Es ist jedoch so, dass das Ganze eher vor sich hin plätschert.

Den Titel finde ich nicht wirklich gelungen. Zwar soll hier wahrscheinlich eine Assoziation zum Namen des vermissten Mädchen, der kleinen Lycke, hergestellt werden, aber andere Länder haben da meiner Meinung nach einen treffenderen Titel gewählt:

Italien: Segreto di famiglia (Familiengeheimnis)
~ Niederlande: Dochter vermist (Tochter vermisst)
~ Schweden: Lycke

Es ist sicher so, dass die Autorin mit ihrem Erstlingswerk den Leser ein wenig sensibilisieren möchte. Es werden Themen angeschnitten, die sehr häufig in unserer Gesellschaft auftreten und die meist zu wenig Beachtung erhalten. Leider hat sich Mikaela Bley in meinen Augen ein bisschen verrannt. Sie möchte zu viel in diese Geschichte stecken und investiert dabei nicht genug.

Die Rezension wollte ich ein paar Tage nach Beenden der Lektüre niederschreiben und ich musste doch tatsächlich nochmals nachlesen, was mit der kleinen Lycke nun passiert war. Es wollte mir absolut nicht in den Sinn kommen. Ich weiß gar nicht, ob mir das je schon einmal passiert ist..

Meine Erwartungen waren sehr hoch, daher wurde ich persönlich sehr enttäuscht. Wenn man es unter einem anderen Genre vermarktet hätte, wär ich auch anders an diese Lektüre gegangen. Tatsächlich bin ich hin- und hergerissen, ob ich 'Glücksmädchen' empfehlen kann / möchte, denn obwohl die Story nicht ganz ausgereift war, mochte ich den Schreibstil der Schriftstellerin.

Ich habe gesehen, dass in Schweden bereits der zweite Teil erschienen ist. Falls er es tatsächlich bis nach Deutschland schaffen sollte, denke ich nicht, dass ich zu den Lesern gehören werde. Aber bis dahin vergeht ja noch ein wenig Zeit..

©2017 Mademoiselle Cake



..und das sagen andere:

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Reiheninformation:

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4 commenti:

  1. Das Problem habe ich in letzter Zeit auch! In mit Psychothriller bezeichneten Büchern ist keiner drinnen...oft nicht einmal ein Krimi! Ich hoffe bald wieder einmal einen so richtig guten und spannenden zu finden.....
    Liebe Grüße
    Martina

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    1. Da hast du Recht..
      Bei mir ist leider auch das Problem, dass ich mittlerweile so oft enttäuscht wurde, dass ich schon viel, viel seltener zu solchen Büchern greife, obwohl es mein absolutes Lieblingsgenre ist.

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  2. Guten Morgen :)

    Ich kann dir da auch nur zustimmen. Ich fand schon gut, wie sie die Thematik rund um Scheidungskinder aufbringt, aber dadurch kam zu vieles in den Hintergrund. Zuviel für ein einziges Buch und dadurch fehlte die Spannung. Sehr schade, aber der Schreibstil gefiel mir durchaus.

    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag

    Silke

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    1. Der Schreibstil hat mir ja ebenfalls zugesagt und daher bin ich etwas unschlüssig, ob ich den 2. Band nicht doch lesen mag. Man entwickelt sich ja (meistens) mit seinen Büchern.

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Ich freu mich, wenn du mir etwas sagen magst.