📚 Janine stellt vor: Das Rosenhaus


Letzte Woche haben Kathi und Zwerghuhn euch ein Buch vorgestellt, welches sie "total fasziniert hat". In Woche 47 unseres Projekts "vergessene SchĂ€tze" stellt euch erneut Janine einen ihrer SchĂ€tze vor:
Klappentext:

Jedem Winter folgt ein Sommer ...

Als Lily mit ihrem Ehemann Liam von London nach Cornwall zieht, ahnt sie nicht, wie sehr diese Entscheidung ihr Leben verĂ€ndern wird. In dem einsamen Haus an der KĂŒste und der nebligen KĂ€lte des sĂŒdenglischen Winters entfremdet sie sich zunehmend von dem Mann, der einst ihre große Liebe war. Liam ist fast nie zu Hause, scheint nur noch fĂŒr seine Arbeit zu leben. Oder betrĂŒgt er Lily mit der Frau seines Partners? Ausgerechnet, als es zu einer erneuten AnnĂ€herung zwischen Lily und Liam zu kommen scheint, passiert ein dramatischer Unfall ...



Janines Meinung:


Eine wundertraurige Liebesgeschichte!

Ich möchte gerne so weit gehen und das Buch mit Ein ganzes halbes Jahr vergleichen, denn die Geschichte hat mich doch sehr an die von Jojo Moyes erinnert.
Ein Mann hat einen Arbeitsunfall, sitzt danach im Rollstuhl und wird von einer Frau, in diesem Fall ist es seine Frau Lily, gepflegt, oder zumindest versucht sie es, denn Lilys Mann Liam ist ein richtiges Ekel und hĂ€lt Lily auf Abstand, ist unerhört unfreundlich und abweisend. Immer wieder hieß es, das liege daran, dass Liam schon sehr frĂŒh selbststĂ€ndig geworden ist und es jetzt nicht ertragen kann, von seiner Frau vorĂŒbergehend abhĂ€ngig zu sein, und dass dieses widerliche Verhalten Lily gegenĂŒber völlig normal sei. Und ich habe mich dann immer wieder gefragt: und wieso ist Liamdann bei allen anderen gut aufgelegt und zum Scherzen zumute? Auch das Wissen, dass es nicht mehr lange dauern wĂŒrde, bis er wieder vollstĂ€ndig rehabilitiert ist, sollte Liam eigentlich beruhigen - und man könnte eigentlich auch meinen, dass es fĂŒr Liam ja sogar ganz schön sein könnte, sich von seiner Frau beispielsweise verwöhnen zu lassen, wĂ€hrend er so hilfsbedĂŒrftig ist. Aber nein, er hat Lily einfach nicht an sich herangelassen und ich hatte die ganze Zeit so das GefĂŒhl, dass da mehr dahintersteckt, dass Liam sie vielleicht fĂŒr irgendetwas bestrafen will ...

Von Lily war ich einerseits enttĂ€uscht, dass sie sich das alles von Liam gefallen lassen hat, aber gleichzeitig habe ich sie dafĂŒr bewundert, dass sie so eine starke Persönlichkeit war, die nicht auf seine Spitzen eingegangen ist und so keinen Streit entstehen hat lassen. Das ist bei den Aussagen, die Liam manchmal geschoben hat, gar nicht so einfach. Ich hĂ€tte mich wahrscheinlich nicht so gut unter Kontrolle gehabt. - Das hat auch meine Vermutung bestĂ€tigt, dass er Lily fĂŒr irgendwas bĂŒĂŸen lassen wollte und sie der Meinung war, dass sie es wohl verdient hĂ€tte.

Dass hinter all diesem Verhalten eigentlich eine wahnsinnig große Traurigkeit und ganz viel Schmerz wegen einer Sache, die noch gar nicht so lange zurĂŒckliegt, steckt, konnte man als Leser schon erahnen. Aber was genau, und wie es schlussendlich offenbart wurde, war so berĂŒhrend und herzzerreißend zu lesen, dass mir sogar die TrĂ€nen gekommen sind - und das will was heißen, denn das kommt bei mir wirklich nicht oft vor!

Das Ende habe ich geliebt! Also ich stehe ja generell auf Happy Ends - und ich denke, es ist auch okay, wenn ich das hier erwĂ€hne - wenn es allerdings allzu kitschig (und somit unglaubwĂŒrdig) wird, habe ich auch ein Problem damit. In diesem Fall war es aber schlicht und einfach wunderschön!

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Buchzitate:

~ "... manchmal mĂŒssen gewisse Dinge erst richtig kaputt gemacht werden, 
damit man sie vollstÀndig reparieren kann, so pervers das auch klingt." ~

~ Er war kein Mann, der die "Warum ich?" - Frage stellte. Dinge 
passierten, und man ging mit ihnen um, fertig, so war das Leben. ~

~ "Schon seltsam, dass wir unsere Probleme immer 
an denen auslassen, die wir am meisten lieben." ~

~ "Ach Lily. Es tut niemandem gut, sich ganz genau zu definieren. Wieso denken wir 
stĂ€ndig darĂŒber nach, wer und was wir sind, statt einfach loszulassen und zu sein?" ~

~ Mit der Heilung verschwindet der Schmerz, und wenn der 
Schmerz verschwindet, ist es möglich, weiterzukommen.
Welche Medizin man dazu braucht?
Liebe. ~

©2015



Meinungen von anderen Lesern:




Na, was meint ihr?
Habt ihr das Buch schon gelesen? (hinterlasst doch einen Link zu eurer Rezension und ich verlinke auch euch)
- Empfindet ihr genauso?
- Habt ihr eher eine andere Meinung davon?
- Wandert das Buch direkt auf eure Wunschliste?
- Liegt es gar schon auf dem SuB?

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