ūüďö Kathi & Zwerghuhn stellen vor: Letztendlich sind wir dem Universum egal


Letzte Woche hat euch Janine einen spannenden Krimi vorgestellt. In Woche 62 unseres Projekts 'vergessene Sch√§tze' stellen euch Kathi & Zwerghuhn von Lesendes Federvieh erneut einen ihrer Sch√§tze vor:
Zusammenfassung:

A wacht jeden Morgen in einem neuen sechzehnj√§hrigen K√∂rper auf und durchlebt in diesem jeweils einen Tag. Mal ist er ein unauff√§lliger Streber, ein schwuler Hippie oder ein mittelm√§√üiger Footballspieler, an anderen Tagen die Diva der Schule und auch in den K√∂rpern von Junkies ist A schon gewesen. Seit er denken kann ist dies so, sodass er sich irgendwann an dieses Leben gew√∂hnt und Regeln aufgestellt hat. A darf sich auf keinen Fall zu sehr auf die entsprechende Person einlassen und schon gar nicht auffallen, geschweige denn Spuren hinterlassen. Doch dann werden jene Grunds√§tze aus den Angeln gerissen, als ihn die Liebe mit voller Wucht trifft. A will mit Rhiannon den Rest seines Lebens verbringen und riskiert alles f√ľr sie. Aber kann sie jemanden lieben, der jeden Tag ein anderer Mensch ist?



Kathis Meinung:

"Letztendlich sind wir dem Universum egal" ist eins der B√ľcher, die schon eine gef√ľhlte Ewigkeit auf meiner Want-To-Read-Liste stehen, nicht zuletzt wegen des au√üergew√∂hnlichen Covers, und jetzt durfte ich den kleinen literarischen Schatz endlich lesen, der mit vier Eiern belohnt wird. Bereits nach den ersten gelesenen Worten war ich von David Levithans besonderem Schreibstil fasziniert und gefangen. Es f√ľhlte sich tats√§chlich so an, als w√ľrde ich im K√∂rper der jeweiligen Person stecken und w√ľrde einen Tag lang deren Leben durch ihre Augen sehen. Fragen, √ľber die ich bis jetzt noch nie nachgedacht hatte, ploppten in meinem Kopf auf. Wie w√§re es, ohne einem speziellen Geschlecht oder einer bestimmten Familie anzugeh√∂ren nur man selbst zu sein, ohne sich an etwas orientieren zu k√∂nnen? Was w√§re, wenn man jeden Tag eine neue Chance h√§tte, das Leben so zu genie√üen wie es das Schicksal vorgibt? Aber im Zuge der Geschichte stellt sich nat√ľrlich auch die Frage, ob es m√∂glich w√§re, sich in eine Person zu verlieben, die jeden Tag eine andere Silhouette zur Schau tr√§gt. K√∂nnte man tats√§chlich jemanden lieben, der k√∂rperlich so gestaltlos, in seinem Innersten aber zugleich so best√§ndig ist? Mit diesen Gedanken besch√§ftigt sich vorliegendes Buch sehr eingehend auf charmante und begeisternde Art, voller Gef√ľhl, sodass die Emotionen von einer Seite zur n√§chsten von Trauer zu unb√§ndiger Freude schwanken k√∂nnen. Obwohl ich eigentlich immer dachte, ich k√∂nnte mich wohl nie f√ľr die langweilige Philosophie von Kant, Aristoteles und wie sie alle hei√üen aus dem Unterricht begeistern, doch die philosophischen Ankl√§nge in dieser Geschichte haben mich wirklich ins Gr√ľbeln gebracht. Es sind keine theoretischen √úberlegungen √ľber das Modell der Seele, sondern Thematiken, die jeden Einzelnen betreffen und durch As au√üergew√∂hnliche Lebensweise essentieller sind denn je. Er lebt von Tag zu Tag, immer mit dem Bewusstsein, dass morgen nichts so sein wird wie heute. Auch wenn mir die Romanze, die sich zwischen A und Rhiannon entwickelt hat, an einigen Stellen etwas zu kitschig waren, hat mich die Geschichte hellauf begeistert. Vor allem das Ende ist einfach unglaublich und macht das Buch zu etwas ganz Besonderem, das ich jedem nur w√§rmstens ans Herz legen kann.

©2016



Meinungen von anderen Lesern:




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Habt ihr das Buch schon gelesen? (hinterlasst doch einen Link zu eurer Rezension und ich verlinke auch euch)
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- Wandert das Buch direkt auf eure Wunschliste?
- Liegt es gar schon auf dem SuB?

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