Rezension: Ann Brashares - Eine für vier 1
Klappentext:
Es ist ein Sommer wie kein anderer. Carmen, Bridget, Lena und Tibby werden süße 16 und zum ersten Mal trennen sich ihre Wege. Um in Kontakt zu bleiben, schicken sie eine Jeans auf Reisen - von einer zur anderen, um die halbe Welt, in einer Zeit, in der sich alles verändert und die vier ganz unterschiedliche Erfahrungen machen mit Liebe, Verlust, Trauer und Freundschaft.
meine Meinung:
Auf „Eine für vier“ von Ann Brashares bin ich durch eine Empfehlung für eine Freundschaftsgeschichte aufmerksam geworden. Da ich solche Geschichten über Beziehungen, Zusammenhalt und persönliche Entwicklung gerne lese, wollte ich den ersten Band der Reihe unbedingt ausprobieren.
Der Einstieg fiel mir allerdings nicht ganz leicht. Die Handlung beginnt eher ruhig und ich brauchte etwas Zeit, um hineinzufinden. Besonders die wechselnden Perspektiven der vier Freundinnen haben mich anfangs etwas aus dem Lesefluss gebracht, weil ich mich immer wieder neu orientieren musste. Nach und nach wurde die Erzählung aber interessanter und es gab einige Entwicklungen, die mich stärker an die Geschichte gebunden haben. Es passiert zwar nichts Spektakuläres, doch gerade die alltäglichen Situationen und die persönlichen Herausforderungen der Figuren machen den Reiz des Romans aus.
Das Ende konnte mich dann noch einmal mehr berühren und hat gezeigt, dass hinter der Geschichte nicht nur eine Erzählung über Freundschaft steckt. Vielmehr geht es darum, seinen eigenen Weg zu finden, über sich hinauszuwachsen und sich mit den eigenen Stärken und Schwächen auseinanderzusetzen.
Mit den Charakteren selbst bin ich allerdings nicht ganz warm geworden. Obwohl jede der vier Jugendlichen ihre eigenen Eigenschaften, Probleme und Wünsche mitbringt, blieben sie für mich etwas auf Abstand. Ich hätte mir gewünscht, mehr über ihre Gedanken und Gefühle zu erfahren, damit sie für mich greifbarer werden. Besonders interessant fand ich trotzdem, wie unterschiedlich die vier Freundinnen sind und wie ihre verschiedenen Hintergründe die Handlung beeinflussen.
Insgesamt ist „Eine für vier“ von Ann Brashares ein ruhiger Jugendroman über Freundschaft, Erwachsenwerden und die Suche nach der eigenen Identität. Auch wenn mich der Anfang nicht sofort überzeugt hat und ich keinen starken Bezug zu den Figuren aufbauen konnte, hatte die Geschichte einige schöne Momente.
Ob ich die weiteren Bände lesen werde, weiß ich noch nicht genau. Der Klappentext des fünften Buches hat mich allerdings neugierig gemacht, weil ich gerne wissen würde, wie sich Bridget, Carmen, Lena und Tibby weiterentwickeln und was aus ihnen geworden ist.
©2026 Mademoiselle Cake
buchige Daten:
Titel: Eine für vier
Reihe: Eine für vier
Band: 1
Text: Ann Brashares
Übersetzung: Cornelia Krutz-Arnold
Verlag: cbt
Ersterscheinung: 2002
Genre: Jugendroman
Altersempfehlung: ab 12
Rezension vom: 13.07.26
Reiheninformation:
2. Der zweite Sommer
3. Aller guten Dinge sind drei
4. Vier gewinnt
5. Für immer und ewig

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