✎ Jussi Adler-Olsen - Das Alphabethaus


Titel: Das Alphabethaus
Autor: Jussi Adler-Olsen
Übersetzer: Hannes Thiess & Marieke Heimburger
Verlag: dtv
Ersterscheinung: 2012
Genre: Thriller
gelesen als: eBook
Rezension vom: 10.11.17








Klappentext:

Der Absturz zweier britischer Piloten hinter den feindlichen Linien …

Ein Krankenhaus im Breisgau, in dem psychisch Kranke als Versuchskaninchen für Psychopharmaka dienen …

Die dramatische Suche eines Mannes nach seinem Freund, den er dreißig Jahre zuvor im Stich gelassen hat …



meine Meinung:

Vielen ist Jussi Adler-Olsen sicherlich durch seine Carl-Mørck-Reihe ein Begriff. Auch ich assoziierte ihn eher damit als mit den Einzelbänden. Dennoch wollte ich nicht direkt mit einer Reihe starten, um seinen Schreibstil kennenzulernen. Ein Fehler? Vielleicht ...

Als ich gesehen habe, dass das Werk im Original bereits 1997 erschienen ist, jedoch erst 2012 übersetzt wurde, sprang mein Gedankenkarussell direkt an. Vorher sind nämlich bereits gewisse Teile seiner berühmten Serie erschienen. Sollte dies als Lückenfüller dienen? Glaubte man, dass sich die Bücher, auf denen 'Jussi Adler-Olsen' steht, automatisch gut verkaufen, weil er bereits so erfolgreich war? Für mich lässt diese Strategie nur jenen Schluss zu. Aufgegangen ist es für mich persönlich jedoch nicht.

Bereits zu Anfang war ich mir nicht sicher, wohin mich die Reise führen sollte. Ich hatte mich an den Punkt geklammert, dass man einiges über das Krankenhaus erfahren würde - das war für mich der interessanteste Aspekt im Klappentext. Leider hat man davon am wenigsten erfahren.

Dass es einer Vorgeschichte benötigt, kann ich nachvollziehen. Dass diese sich aber so in die Länge zieht, konnte ich irgendwann nicht mehr nachvollziehen. Teilweise kam sie auch sehr konstruiert rüber. Und langweilig. Ich war mehr als einmal geneigt, dass Buch abzubrechen, hielt mich allerdings am Gedanken fest, mehr über die Experimente zu erfahren. Bis zum Schluss wird jenes Thema jedoch kaum angerührt.

Der zweite Teil indes überrascht mit einer enormen Dynamik, die man diesem Thriller nicht mehr zugetraut hätte. Aber das konnte nicht darüber hinwegtäuschen, dass man auch hier deutlich das Gefühl hatte, dass die Geschichte dem Titel nicht gerecht wird.

Ich möchte eigentlich nicht darauf herumreiten, dass dies eine fiktive Handlung ist - das wusste ich von Anfang an. Jedoch bin ich erstaunt, wieso sich der Autor gerade ein Teil der deutschen Geschichte herausgesucht hat. Für mich hat er sie nicht sehr überzeugend herüber gebracht. Man merkt, dass ein bisschen angelesen ist, jedoch das tiefgründige Wissen fehlt.

Ich zumindest werde vorerst kein Buch des Schriftstellers mehr in die Hand nehmen. Kann sein, dass ich dadurch etwas verpasse, jedoch habe ich zum jetzigen Zeitpunkt keinerlei Ambitionen, mehr von ihm lesen zu möchten. 'Das Alphabethaus' bekommt von mir keine Leseempfehlung.

©2017 Mademoiselle Cake



Zitate:

"»Die Angst und die Wahrheit sind Gefährten - genau wie die Lüge und der Übermut« [...]" S. 351



..und das sagen andere:

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2 commenti:

  1. Hallo!
    Ich liebe die Reihe rund um das dezernat Q, aber das Alphabethaus habe ich fast abgebrochen und dann teilweise nur mehr drübergelesen. Dieses Buch hat mir gar nicht gefallen! Aber ich weiß, dass der Autor auch ziemlich polarisiert...so wie ich keinen Fitzek mehr lese, lesen manche eben keine Jussi Adler-Olsen mehr ;)
    Hier ist meine Rezi (aus dem Jahr 2012!) zum Buch:
    https://martinasbuchwelten.blogspot.co.at/2012/02/das-alphabethaus-jussi-adler-olsen.html
    Alles Liebe
    Martina

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    1. Bei Fitzek bin ich derzeit auch auf der Schiene, dass ich mich von ihm trenne, obwohl ich wirklich viele seiner Werke kenne und einige sehr gut finde. In letzter Zeit gefällt er mir jedoch teilweise nicht mehr wirklich. Aber das ist von Buch zu Buch wirklich unterschiedlich.

      Bei Adler-Olsen werde ich wohl so verbleiben, dass ich in nächster Zeit kein Buch von ihm lese, ihn jedoch nicht von meiner Liste streiche - zumindest was seine Reihe angeht.

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