Rezension: Reiner Knizia - Clever wie Archimedes

Klappentext:

Und nun bist du an der Reihe! Bist du clever wie Archimedes und schaffst es als Erste*r, alle deine Karten abzulegen? Doch pass auf, sonst sind deine Mitspieler*innen schneller und du kassierst saftige Minuspunkte. Wer gewinnt die nächste Runde? Bei diesem rasanten Kartenspiel ist ein kluges Köpfchen gefragt - nicht nur für Mathe-Fans!

meine Meinung:

Mein Kind verkündete schon in der 1. Klasse selbstbewusst: „Ich studiere später Mathematik!“ Ob das in elf Jahren auch noch gilt, bleibt abzuwarten. Im Moment ist die Begeisterung für Zahlen auf jeden Fall groß, und gerade in Mathe werden die Hausaufgaben oft über das Mindestmaß hinaus gemacht. Um diese Freude ein wenig spielerisch zu begleiten, habe ich mich nach einem passenden Spiel umgesehen und bin bei „Clever wie Archimedes - Das Kartenspiel für kluge Köpfchen“ von Reiner Knizia gelandet.

Das Spielprinzip ist einfach: Karten werden gezogen und durch geschicktes Rechnen kombiniert. Wir haben es in zwei Schwierigkeitsstufen eingeteilt - in der ersten Klasse nur mit Plus und Minus, ab der zweiten Klasse kommen Multiplikation und Division dazu. Da die Zahlenwerte der Karten maximal 13 betragen, bleibt der Rechenraum überschaubar, was für den Einstieg zwar ideal ist, auf Dauer aber auch Grenzen setzt.

Die Idee an sich überzeugt, doch die Umsetzung bringt nicht nur Vorteile. Gerade Kinder merken schnell, dass man für ein gutes Ergebnis stark vom Kartenglück abhängig ist. Das sorgt bei meiner Tochter hin und wieder für Frust, weil sie eigentlich lieber strategisch denkt, als auf passende Zahlen zu hoffen. Auch die vorgesehenen fünf Runden sind uns zu viel, da sich das Spielgefühl schnell wiederholt. Drei Runden reichen uns völlig - danach ist die Luft raus.

Ein besonderes Detail ist das beiliegende Heft mit Kurzbiografien bekannter Mathematikerinnen und Mathematiker. Das ist eine schöne Ergänzung, auch wenn ich schade finde, dass von den 14 vorgestellten Personen nur fünf Frauen sind.

Alles in allem ist „Clever wie Archimedes“ für uns ein netter Zeitvertreib am Wochenende, wenn keine Hausaufgaben anstehen. Es lockert den Umgang mit Zahlen auf, ohne dass man das Gefühl hat, eine weitere Lerneinheit zu absolvieren. Ein Dauerbrenner ist es bei uns jedoch nicht geworden - dafür fehlt dem Spiel langfristig die Abwechslung. Als kleine mathematische Beschäftigung zwischendurch erfüllt es aber genau seinen Zweck.

©2025 Mademoiselle Cake

buchige Daten:

Titel: Clever wie Archimedes
Untertitel: Das Kartenspiel für kluge Köpfchen
Text: Dr. Reiner Knizia
Illustrationen: Renato Faccini
Verlag: EMF
Ersterscheinung: 2024
Genre: Hobby Spiele
Altersempfehlung: ab 7
Medium: Karten
Rezension vom: 21.08.25

Share this:

JOIN CONVERSATION

    Blogger Comment

0 commenti:

Kommentar veröffentlichen

Freundliche Kommentare sind immer gerne gesehen und werden zeitnah beantwortet.
Ich freue mich über einen regen Austausch.

Mit dem Abschicken deines Kommentars akzeptierst du die Datenschutzbedingungen und erklärst dich damit einverstanden, dass deine Daten entsprechend der Datenschutzbestimmungen der DSGVO gespeichert und weiterverarbeitet werden (z.B. bei Verlosungen).