🚫 abgebrochen! Rezension: Edith Nesbit - Der Sandelf

Klappentext:

Wäre es nicht herrlich, jeden Tag einen Wunsch frei zu haben? Das denken jedenfalls Cyril, Anthea, Robert und Jane - und siehe da: An ihrem Ferienort finden sie ein äußerst merkwürdiges Wesen, das behauptet, tatsächlich Wünsche erfüllen zu können. Das Wesen ist pelzig und missgelaunt, hat ausfahrbare Stielaugen und neigt zu langatmigen Belehrungen über Tugend und Moral: Sandelf nennt es sich. Und es hat nicht gelogen. Doch erfüllt es Wünsche auf eine Art, die die Kinder immer öfter darüber grübeln lässt, ob ein Leben ohne Magie nicht am Ende das Beste wäre...

meine Meinung:

Neulich ist in unserer Schulbibliothek fast die gesamte „Zeit Edition - Fantastische Geschichten für junge Leser“ auf einmal gespendet worden - darunter auch „Der Sandelf“ von Edith Nesbit. Die Reihe fällt mit ihren kräftigen Farben sofort ins Auge. Und weil ich viele der enthaltenen Erzählungen noch nicht kannte, habe ich mir vorgenommen, jeden Monat ein Buch daraus auszuleihen und zu lesen.

„Der Sandelf“ klang nach einem vielversprechenden Einstieg: Eine klassische fantastische Geschichte über erfüllte Wünsche und die Frage, ob das wirklich immer ein Segen ist. Die Grundidee ist vertraut, aber reizvoll. Kinder begegnen einem seltsamen Wesen, das Wünsche wahr werden lässt und müssen mit den Konsequenzen leben.

Der Einstieg war solide. Ruhig, vielleicht etwas zu zurückhaltend, aber gerade noch fesselnd genug, um weiterzulesen. Mit jeder weiteren Episode wurde jedoch deutlicher, dass sich die Geschichte kaum weiterentwickelt. Wünsche werden erfüllt, Probleme entstehen und statt daraus zu lernen, tappen die Kinder immer wieder in dieselbe Falle. Was anfangs noch wie ein bewusstes erzählerisches Muster wirkte, ermüdete mich zunehmend.

Nach 130 von insgesamt 240 Seiten habe ich abgebrochen. Nicht aus Ungeduld, sondern weil sich nichts mehr veränderte. Die Handlung drehte sich im Kreis, der anfängliche Reiz der Idee verpuffte und die Figuren blieben für mich erstaunlich statisch. Die Magie hatte keine Tiefe, sie war eher schmückendes Beiwerk als Motor für Entwicklung.

Ich verstehe, warum solche Geschichten zur klassischen Kinderfantasy gehören und welchen Stellenwert Edith Nesbit im Genre hat. Für mich persönlich hat „Der Sandelf“ jedoch nicht funktioniert. Zu vorhersehbar, zu repetitiv, zu wenig emotionaler Sog - und damit kein Buch, das ich bis zur letzten Seite lesen wollte.

©2026 Mademoiselle Cake

buchige Daten:

Titel: Der Sandelf
Text: Edith Nesbit
Übersetzung: Sybil Gräfin Schönfeldt
Illustrationen: Sabine Friedrichson
Verlag: Zeitverlag
Ersterscheinung: 2008
Genre: Kinderfantasy
Altersempfehlung: ab 7
Medium: Hardcover
Rezension vom: 25.01.26

Share this:

JOIN CONVERSATION

    Blogger Comment

0 commenti:

Kommentar veröffentlichen

Freundliche Kommentare sind immer gerne gesehen und werden zeitnah beantwortet.
Ich freue mich über einen regen Austausch.

Mit dem Abschicken deines Kommentars akzeptierst du die Datenschutzbedingungen und erklärst dich damit einverstanden, dass deine Daten entsprechend der Datenschutzbestimmungen der DSGVO gespeichert und weiterverarbeitet werden (z.B. bei Verlosungen).