Rezension: Alfred Wellm - Das Mädchen Heika
Klappentext:
Heika Stegemann ist in der 2. Klasse. Nein, sie ist nicht die beste Schülerin. Auch nicht die zweitbeste oder die drittbeste. Sie ist überhaupt keine Beste. Als sie vor der ganzen Klasse vorlesen soll, sucht sie Hilfe beim Knispelknobelmann, der unter der Fichte wohnt und das Lernpulver hat. Aber das zu kriegen, ist dar nicht so einfach …
meine Meinung:
Ich weiß nicht mehr genau, wie „Das Mädchen Heika“ von Alfred Wellm bei uns gelandet ist, aber es wird unsere Bücherwand so schnell nicht verlassen. Das Buch passt bei uns gerade perfekt zur Lebensrealität: mein Kind ist, wie Heika, in der zweiten Klasse und die Geschichte greift genau die Themen auf, die im Alltag präsent sind - Lernen, Ausdauer und das Gefühl, gut genug zu sein.
Heika ist kein Überflieger, sie ist nicht die Beste in der Klasse und sie stolpert immer wieder über Aufgaben, die anderen scheinbar mühelos gelingen. Zu Beginn war ich skeptisch, ob der Autor Kindern ein realistisches Bild vom Lernen vermittelt oder eine verklärte Botschaft transportiert.
Doch die Auflösung der Geschichte hat mich überrascht. Es gibt kein magisches Pulver und kein übernatürliches Heilmittel, das Heika auf einmal zur Besten macht. Entscheidend sind Übung, Mut und der Blick für andere. Kinder erfahren, dass Fähigkeiten durch Ausdauer wachsen und dass sie - wenn sie erst einmal etwas gut können - anderen helfen können, das Gleiche zu lernen. Die Erzählung wirkt dabei ruhig und direkt, ohne aufdringliche Belehrung. Gerade diese Bodenständigkeit hat meinen eigenen Zweifel aufgehoben.
Die Illustrationen sind einfach und etwas antiquiert, was aber einen interessanten Gesprächsanlass über Stil, Zeitgeist und die Rolle von Bildern in Kinderbüchern bietet. Sie ergänzen die Fantasie der jungen Lesenden, anstatt sie zu ersetzen.
Für mich bleibt „Das Mädchen Heika“ ein Buch mit einer klaren, menschlichen Botschaft und einer Umsetzung, die genau das aussagt, was ich auch meinem eigenen Kind vermitteln möchte: Lernen ist kein Zauber, sondern ein Weg. Und manchmal hilft es am meisten, gemeinsam kleine Schritte zu gehen.
©2026 Mademoiselle Cake
buchige Daten:
Titel: Titel
Text: Alfred Wellm
Illustrationen: Steffi Blum
Verlag: Beltz Der KinderbuchVerlag
Ersterscheinung: 1966
Genre: Bilderbuch
Altersempfehlung: ab 8
Rezension vom: 19.02.26

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