Rezension: Robin Dix - Die Schule des Meeres 1 Ruf aus der Tiefe
Klappentext:
»Ich glaube, dass dich das Schicksal aus einem besonderen Grund zu uns gebracht hat«,
sagte der Wassermann.
»Na ja, eigentlich«, erwiderte Fynn,
»war es ein grantiger alter Kapitän, der mich über Bord geworfen hat.«
Ein geheimnisvoller schwarzer Stein als einzige Erinnerung an seine Eltern, ein unfreiwilliger Stoß von einem alten Kutter und schon landet der elfjährige Fynn in einer anderen Welt - und im größten Abenteuer seines Lebens. Er wurde nach Akademar berufen, einer magischen Schule tief unten im Meer, auf der seit Jahrtausenden Meereshüter ausgebildet werden. In einer abenteuerlichen Prüfung findet Fynn sein Seelentier, Oktopus Loki. Doch ausgerechnet diese besondere Verbindung birgt eine große Gefahr ...
Kann Fynn beweisen, dass er den Mut hat, ein neues Leben tief unten im Meer zu beginnen?
meine Meinung:
Eigentlich ist meine 8-Jährige nicht besonders für Fantasy zu begeistern - dachte ich zumindest. Trotzdem durfte „Die Schule des Meeres 1 Ruf aus der Tiefe“ von Robin Dix bei uns einziehen. Der Klappentext hatte mich neugierig gemacht und ich konnte mir die Geschichte auch gut in unserer Grundschulbibliothek vorstellen.
Wir haben uns deshalb vorgenommen, das Buch gemeinsam als Abendlektüre zu lesen. Und dann? Konnte meine Tochter gar nicht mehr genug davon bekommen.
Ich sollte immer weiter vorlesen, selbst dann, als uns längst die Augen zufielen. Zum Glück sind die knapp 200 Seiten auf 32 Kapitel verteilt, sodass sich immer wieder ein passender Moment zum Aufhören finden ließ. Wobei „Aufhören“ bei uns nicht unbedingt freiwillig geschah.
Schon das Cover ist mit seinen Farben ein echter Hingucker. Im Inneren sind die Illustrationen allerdings ausschließlich in Schwarz-Weiß gehalten. Sie sind grundsätzlich schön anzusehen, manche Details lassen sich dadurch aber nicht ganz so gut erkennen.
Dazu kommen einige Seiten mit grauem Hintergrund. Solche kleinen Gestaltungselemente lockern die Geschichte auf und machen die Lektüre abwechslungsreicher. Beim Lesen am Abend mit wenig Licht waren diese Seiten allerdings teilweise etwas schwieriger zu erkennen.
Der Schreibstil von Robin Dix ist eingängig und unkompliziert, was meiner Meinung nach gut zur Zielgruppe passt. Bei einigen Namen sind wir allerdings ins Straucheln geraten. Bis auf Fynn waren sie für uns ungewohnt und keine Namen, die uns im Alltag begegnen. Meine Tochter hat sich davon jedoch nicht lange aufhalten lassen. Viel wichtiger war für sie, dass die Geschichte spannend blieb - und das hat sie definitiv geschafft.
Eine Sache hat mich als Erwachsene dagegen ziemlich gestört: Die Geschichte gendert nicht durchgehend einheitlich. An vielen Stellen wird das generische Maskulinum verwendet, an anderen wiederum gegendert. Diese Uneinheitlichkeit ist mir beim Lesen immer wieder aufgefallen. Gerade weil an einigen Stellen offensichtlich versucht wurde, eine geschlechtergerechte Sprache zu verwenden, wirkt die fehlende Konsequenz besonders schade. Für mich hätte hier eine einheitliche redaktionelle Linie besser funktioniert.
Am Ende wartet ein Cliffhanger, der bei uns seine Wirkung nicht verfehlt hat. Meine 8-Jährige wollte am liebsten sofort in die nächste Buchhandlung laufen und Band 2 kaufen. Das geht allerdings noch nicht: „Die Schule des Meeres 2 Im Bann des Oktopus“ erscheint erst im November. Bis dahin müssen wir uns wohl gedulden. Meine Tochter ist jedenfalls schon jetzt bereit für die nächste Reise in die Welt von „Die Schule des Meeres“.
©2026 Mademoiselle Cake
buchige Daten:
Titel: Ruf aus der Tiefe
Reihe: Die Schule des Meeres
Band: 1
Text: Robin Dix
Illustrationen: Helge Vogt
Verlag: Baumhaus
Ersterscheinung: 2026
Genre: Kinderfantasy
Altersempfehlung: ab 9
Rezension vom: 26.08.26
Reiheninformation:
2. Im Bann des Oktopus

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