Rezension: Katharina Wieker - Dinorinos 1 Die Dinorinos können alles
Klappentext:
Dinosaurier sind ausgestorben? Falsch gedacht! Drei kleine Dinos wohnen in Juris Kinderzimmer und machen jede Menge Quatsch.
Juri hat ein Geheimnis, genau genommen sogar drei: Happi, Igur und Permilla. Diese lustigen Mini-Dinos können alles. Happi kann richtig viel futtern, Igur kann besonders neugierig sein und Permilla kann sich toll verkleiden. Am liebsten stellen sie Juris Zimmer auf den Kopf. Doch eins ist klar, die Dinorinos sind Juris allerbeste Freunde. Als sie eines Tages verschwinden, gibt er alles, um die drei wiederzufinden!
Spiel, Spaß und Spannung mit den Dinorinos!
meine Meinung:
Ein Blick auf „Die Dinorinos können alles“ von Katharina Wieker vermittelt einen soliden Einstieg in eine Kinderbuchreihe über drei lebendige Mini-Dinosaurier und ihren Freund Juri.
Zur kurzen Orientierung werden die Dinorinos kurz vorgestellt und es wird knapp erklärt, woher sie kommen. Somit rücken die Figuren unmittelbar ins Zentrum.
Dann setzt die Handlung ein. Das wirkt klar und kindgerecht. Nichts zieht sich unnötig, nichts überfordert. Die Geschichte entfaltet sich Schritt für Schritt und bleibt dabei zugänglich.
Der hohe Illustrationsanteil trägt entscheidend dazu bei. Die Zeichnungen von Steffen Winkler lockern jede Seite auf und verhindern, dass der Text erdrückend wirkt. Die große, gut lesbare Schrift unterstützt geübte Erstlesende dabei, dranzubleiben. Mit knapp 80 Seiten ist das Buch kein schneller Happen, sondern eher eine Geschichte für mehrere Abende. Für meine Erstleserin war genau das reizvoll.
Gleichzeitig muss man auf stilistische Entscheidungen hinweisen. Fantasiewörter, ungewöhnliche Lautmalereien und bewusst „falsch“ geschriebene Ausdrücke zur Darstellung von Sprachfehlern können den Lesefluss bremsen und Unsicherheit erzeugen. Doch mein Kind und ich sind darüber ins Gespräch gekommen und so konnte sie lernen, dass Sprache nicht immer perfekt ist und dass Abweichungen dazugehören. Beim Vorlesen empfand ich diese Stellen als willkommene Abwechslung.
Die Mischung aus Humor und Spannung funktioniert meist gut im Vorlesekontext oder beim gemeinsamen Entdecken der Seiten. Der Game Boy als wiederkehrendes Element dürfte vielen heutigen Kindern wenig sagen, für mich war er ein unerwarteter nostalgischer Moment, der mir persönlich ein Lächeln entlockt hat.
Irritierend ist der Klappentext. Er stellt die Suche nach verschwundenen Dinorinos in den Vordergrund, obwohl sie in der Handlung keine Rolle spielt. Stattdessen geht es um das unmittelbare Abenteuer der drei, um ihre Dynamik und ihre Erlebnisse. Das ist nicht schlechter, im Gegenteil, aber es ist etwas anderes, als angekündigt.
Meiner knapp 8 Jährigen hat das Buch so gut gefallen, dass wir in der Bibliothek nach den Folgebänden Ausschau halten müssen.
©2026 Mademoiselle Cake
buchige Daten:
Titel: Die Dinorinos können alles
Reihe: Dinorinos
Band: 1
Text: Katharina Wieker
Illustrationen: Steffen Winkler
Verlag: Loewe
Ersterscheinung: 2017
Genre: Erstlesende
Altersempfehlung: ab 5
Medium: Hardcover
Rezension vom: 19.01.26
Reiheninformation:
2. Die Dinorinos wollen Kekse
3. Die Dinorinos finden Freunde
4. Die Dinorinos fahren ans Meer
5. Die Dinorinos gehen auf Klassenfahrt

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